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06.01.2012 Bundesnetzagentur meldet Rekordzahlen für Photovoltaik im Dezember

In Deutschland ist die Zahl der Photovoltaikanlagen, die der Bundesnetzagentur gemeldet wurden, im Dezember des vergangenen Jahres offenbar sehr stark angestiegen.
Insgesamt seien 3.000 Megawatt installiert worden, berichtet das »Handelsblatt« unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur.

Zum Vergleich: im Rekordmonat Juni 2010 waren es 2.100 Megawatt. Damit sei auch das bisherige Rekordjahr 2010 mit 7.400 Megawatt übertroffen worden. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) versucht die überraschenden Zahlen mit einer Torschlusspanik zu erklären. Die Diskussion um einen absoluten Deckel bei der Vergütung im Dezember habe zu erheblicher Verunsicherung und damit zu Schlußkaufreaktionen geführt.
Die Bürgerinnen und Bürger hätten befürchtet, die Vergütung könne über kurz oder lang ganz eingestellt werden. Sollten sich die gemeldeten Zahlen offiziell bestätigen, wäre damit bereits jetzt eine weitere Absenkung der Vergütung um 12 Prozent sicher, eine Absenkung um 15 Prozent nach Einschätzung von PHOTON höchstwahrscheinlich.

Quelle: Handelsblatt, Zusammenfassung: PHOTON

   
   
12.10.2011 Solarstrom: Nutzen steigt, Kosten bleiben stabil

Verbraucherumlage für Solarstrom stabil.
Der Ausbau der Solarstrom-Nutzung ist nicht länger Ursache für steigende Strompreise. Stark gesunkene Erzeugungskosten und deutlich reduzierte Fördersätze für Solarstrom haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass auch ein starker weiterer Ausbau der Photovoltaik in Deutschland die Strompreise kaum noch erhöhen wird.

Nach Erwartungen von Energieexperten wird Solarstrom spätestens 2014 das Förderniveau von Strom aus Offshore-Windkraftanlagen erreichen und langfristig zu einer der günstigsten Energieerzeugungsformen überhaupt werden.

Jüngste Berechnungen des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) zur Höhe der sogenannten EEG-Umlage, mit der Stromverbraucher den Umstieg auf regenerative Energie finanzieren, belegen: Jedes ab 2012 in Deutschland zusätzlich gebaute Gigawatt Solarstrom-Leistung erhöht die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelte Kosten-Umlage nur noch um 0,03 Cent pro Kilowattstunde Strom. "Solarenergie kann nicht länger als Buhmann für steigende Strompreise herhalten. Einem weiteren starken Ausbau der Solarstromnutzung steht nun auch kostenseitig nichts mehr im Wege", sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar), heute in Berlin.
Während die Kosten von Solarstrom weiter sinken, steigt zugleich die erzeugte Solarstrommenge steil an: Von 2009 bis 2011 hat sich die Solarstrom-Menge verdreifacht. Im ersten Halbjahr 2011 hat Solarstrom mit einem Anteil von 3,5 Prozent am Brutto-Stromverbrauch erstmals die Wasserkraft überholt. Bis 2020 wird nach Erwartungen des Bundesverbands Solarwirtschaft der Solarstrom-Anteil auf mindestens 10 Prozent steigen. "Solarstrom wird zum Preisbrecher und zur tragenden Säule des Energiesystems der Zukunft", so Körnig. Für dieses Jahr rechnet der BSW-Solar mit rund fünf Gigawatt neu installierter Photovoltaik-Leistung. Zum Jahreswechsel wird in diesem Fall die Solarstromförderung erneut um 15 Prozent reduziert.

Quelle: BSW

   
   
29.08.2011 Halbjahreszahlen 2011: Erneuerbare liefern mehr als 20 Prozent des Stroms

BDEW veröffentlicht Zahlen für erneuerbare Energien: Anteil der Windenergie steigt im ersten Halbjahr auf 7,5 Prozent / Photovoltaik überholt zum ersten Mal Wasserkraft

Die Erneuerbaren Energien haben in den ersten sechs Monaten 2011 erstmals die 20-Prozent-Marke übersprungen. Nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) deckten die Erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr mit 57,3 (erstes Halbjahr 2010: 50,4) Milliarden Kilowattstunden 20,8 Prozent des deutschen Strombedarfs. Zum Vergleich: im ersten Halbjahr 2010 waren es noch 18,3 Prozent.

Die Windenergie bleibt mit einem Anteil von 7,5 (2010: 6,6) Prozent die wichtigste Erneuerbare Energie. Es folgte Biomasse mit 5,6 (5,4) Prozent. Die Photovoltaik konnte ihren Beitrag durch einen erneut starken Zubau von Anlagen sowie sonnenreiche Frühjahrsmonate nahezu verdoppeln und damit die Wasserkraft zum ersten Mal vom dritten Platz verdrängen.
Insgesamt lieferten die Photovoltaikanlagen 3,5 (2,0) Prozent des Stroms. Der Beitrag der Wasserkraft zur Stromerzeugung lag aufgrund der Witterungsverhältnisse bei 3,3 (3,6) Prozent, teilte der BDEW mit. Der Anteil regenerativen Stroms aus Müllkraftwerken sowie sonstigen Erneuerbaren betrug unverändert 0,8 (0,8) Prozent.

Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

   
   
16.06.2011 Bundesnetzagentur bestätigt keine Reduktion der Solarförderung per 01.07.2011

Nach den Veröffentlichungen der vergangenen Stunden hat nun auch die Bundesnetzagentur reagiert. Sie bestätigte, dass die Photovoltaik-Einspeisetarife zum 1. Juli nicht sinken werden. Der Zubau in den ersten fünf Monaten 2011 lag bei etwa 1000 Megawatt.

Zwischen März und Mai 2011 sind der Bundesnetzagentur zufolge in Deutschland Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt etwa 700 Megawatt Leistung ans Netz gegangen. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr sei damit von einem Zubau von rund 2800 Megawatt Photovoltaik-Leistung auszugehen.

Damit sei zum 1. Juli keine weitere Kürzung der Solarförderung vorzunehmen. „Die Vergütungssätze für Anlagen, die ab dem 1. Juli in Betrieb gehen, werden nicht sinken“, erklärte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

Die nun veröffentlichten Daten zum Photovoltaik-Markt sollten schnellstmöglich Klarheit für weitere Investitionen schaffen. Eine Kürzung der Photovoltaik-Einspeisetarife wäre erst eingetreten, wenn der prognostizierte Zubau für das Gesamtjahr einen Wert von 3500 Megawatt überschritten hätte.

Nun wird es aber bis zum Jahresende auf jeden Fall bei Vergütungssätzen je nach Größe der Photovoltaik-Anlage zwischen 21,11 und 28,74 Cent je Kilowatt eingespeisten Solarstrom bleiben.

Quelle: Photovoltaik.eu

   
   
04.02.2011 Photovoltaik kurz vor wirtschaftlichem Durchbruch

Photovoltaik-Strom könnte bis 2012 zwölf Prozent des europäischen Strombedarfs decken und bis 2030 bis zu neun Prozent des weltweiten Bedarfs – entsprechende Investitionen vorausgesetzt.
Das zeigt die aktuelle Studie „Solar Generation 6“ von Greenpeace International und dem europäischen Photovoltaik-Industrieverband EPIA.

Weltweit könnten sich die Photovoltaik-Investitionen bis 2015 von aktuell 35 bis 40 Milliarden Euro auf stolze 70 Milliarden Euro verdoppeln – wenn die Photovoltaik durch politische Förderung zu einer etablierten Möglichkeit der Stromerzeugung gemacht und als Schlüsseltechnologie im Kampf gegen den Klimawandel verstanden wird. Allein in der Europäischen Union könnten die geschätzten Investitionen von heute 25 bis 30 Milliarden Euro auf über 35 Milliarden Euro im Jahr 2015 steigen. Laut der neuen Studie „Solar Generation 6“ von Greenpeace International und dem europäischen Photovoltaik-Industrieverband EPIA ist dieser Paradigmenwechsel sinnvoll und möglich. „Photovoltaik wird seit vielen Jahren immer leistungsfähiger und preiswerter“, so EPIA-Präsident Ingmar Wilhelm. Die Preise für Photovoltaik-Anlagen seien seit 2005 um etwa 40 Prozent gesunken, bis 2015 sei eine Reduzierung um weitere 40 Prozent möglich. Als Folge könnten die Kosten für Photovoltaik-Strom dann in vielen EU-Ländern mit den üblichen Strompreisen für Privatkunden mithalten.

Der Studie zufolge könnte die weltweit installierte Photovoltaik-Leistung von aktuell rund 36 Gigawatt bis 2015 auf fast 180 Gigawatt wachsen; in Europa rechnet EPIA mit einem Wachstum von aktuell 28 auf fast 100 Gigawatt. Es sei sogar möglich, bis 2020 weltweit bis zu 350 Gigawatt installierte Photovoltaik-Leistung zu erreichen. Dies könne jährlich 1,4 Milliarden Tonnen CO2 einsparen – 220 Millionen Tonnen innerhalb der EU. Und die europäische Solar-Branche, die jetzt schon über 300.000 Menschen beschäftige, könne bis 2015 Arbeitsplätze für 600.000 Menschen bereitstellen und bis 2020 sogar für 1,6 Millionen, wenn die allgemeinen politischen Fördermaßnahmen weiterhin greifen.

Quelle: solarserver.de

   
   
13.12.2010 Südafrikas Markt bietet Chancen für erneuerbare Energien: Solar- und Windprojekte mit einer Gesamtkapazität von 20.000 MW geplant

Die Zeichen für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Südafrika stehen günstig, berichtet die Exportinitiative Erneuerbare Energien. Durch Bestrebungen zur Liberalisierung des Strommarktes, die Einführung von Einspeisetarifen und die Ausschreibung vielversprechender Großprojekte soll die Branche Fahrt aufnehmen. Südafrikas Energieversorgung beruht derzeit fast ausschließlich auf dem heimischen Abbau von Kohle. Daher spielt die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien noch eine untergeordnete Rolle. Um die Abhängigkeit von auf Kohle basiertem Strom und den CO2-Ausstoß zu verringern, gibt es aktuellen Angaben zufolge 384 Angebote von privaten Unternehmen, die insgesamt 20.000 MW aus EE-Projekten erzeugen wollen. Jeweils ein Viertel soll dabei aus Solar- und Windenergie gewonnen werden. Des Weiteren sucht das Land seit Oktober 2010 Investoren für den Bau eines 5-GW-Solarprojekts (Photovoltaik, solarthermische Kraftwerke und Konzentrator-Photovoltaik). Der südafrikanische Energieminister, Dipuo Peters, bezeichnet das Projekt als einen "Meilenstein" in der Entwicklung einer auf erneuerbaren Energien basierenden Energieversorgung.

Quelle: solarserver.de

   
   
08.12.2010 COP16 - Europäische Solarbranche appelliert an die Regierungen der Welt: Photovoltaik ist die Lösung zur globalen Energieversorgung und Reduktion von Treibhausgasen

Der europäische Photovoltaik-Industrieverband (European Photovoltaic Industry Association, EPIA) präsentierte am 7. Dezember 2010 auf der Klimakonferenz COP16 in Cancun (Mexiko) Fakten zur beschleunigten Entwicklung der Photovoltaik auf der ganzen Welt, um die Industrie- und Entwicklungsländer mit Solarstrom zu versorgen. Laut EPIAs Szenario eines Paradigmenwechsels bis 2020 könnte photovoltaisch erzeugter Strom 12 Prozent des europäischen Elektrizitätsbedarfs decken. Mit einer installierten Photovoltaik-Gesamtleistung von 390 Gigawatt (GW) könnten jährlich 220 Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspreche dem CO2-Ausstoß Thailands oder dem von 98 Millionen Autos.
Photovoltaik kann die nachhaltige Entwicklung beschleunigen, indem sie die Grundversorgung sichert
Bis zu 1.100 GW PV-Leistung bis 2030 im Sonnengürtel möglich.
Die installierte PV-Leistung im Sonnengürtel der Erde könnte bis 2020 zwischen 60 und 250 GW und bis 2030 zwischen 260 und 1.100 GW liegen. Laut dem letzten EPIA-Bericht "Unlocking the Sunbelt Potential of Photovoltaics" würde dies 27 - 58 % der prognostizierten global installierten PV-Leistung entsprechen. Ein großer Unterschied zu der heutigen Situation dieser Gegend, die alle Länder zwischen dem 35. nördlichen und dem 35. südlichen Breitengrad umfasst. Trotz der außergewöhnlich hohen Sonneneinstrahlung macht der Sonnengürtel nur 9 % der weltweit installierten PV-Leistung aus.
"Der Sonnengürtel stellt heute etwa 75 % der Weltbevölkerung und macht 40 % des weltweiten Strombedarfs aus, aber unsere Analyse zeigt, dass etwa 80 % des weltweiten Mehrbedarfs an Strom in den nächsten 20 Jahren aus dieser Region kommen werden. Die Teilnehmer der Klimakonferenz müssen das massive Photovoltaik-Potenzial in diesen Ländern anerkennen, das größtenteils noch nicht erschlossen ist, und sicherstellen, dass die richtigen Gesetze und Förderrichtlinien erlassen werden, um saubere erneuerbare Energie in diese Region zu bringen", sagte Despotou.

Quelle: EPIA | solarserver.de

   
   
29.11.2010 Neue Studie: EU-Klimaschutzziele für 2020 werden durch erneuerbare Energien übertroffen

Erneuerbare Energien spielen eine herausragende Rolle bei der Minderung von Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). Die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien ist in allen 27 europäischen Staaten zwischen 1990 und 2007 um etwa 80 Prozent von 760 auf 1.350 Terawattstunden (TWh) gestiegen. Die Prognosen der EE-Branche für die einzelnen EU-Mitgliedstaaten ergeben zusammen einen Anstieg der regenerativen Energieerzeugung um 150 Prozent auf rund 3.500 TWh. Verglichen mit dem von der EU-Kommission prognostizierten Bruttoendenergieverbrauch im Jahr 2020, der eine Energieeffizienzsteigerung von 20 Prozent vorsieht, haben die Erneuerbaren bis dahin bereits einen Anteil von 23,2 Prozent. Damit würden die erneuerbaren Energien das 20 Prozent-Ziel bis zum Jahr 2020 übertreffen.

Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. | solarserver.de

   
   
23.08.2010 Marktforschung: Photovoltaik in Deutschland wird 2010 um 71% wachsen

Die attraktiven Investitionsbedingungen in der ersten Jahreshälfte 2010 zeigen, dass die Photovoltaik-Branche in Deutschland wahrscheinlich ein hervorragendes Jahr verzeichnen wird, berichtet das Marktforschungsunternehmen iSuppli Corp. (El Segundo, Kalifornien, USA). iSuppli erwartet 2010 einen Photovoltaik-Zubau von 6,6 Gigawatt (GW) in Deutschland, 71 Prozent mehr als 2009 (3,9 GW). Laut iSuppli soll das Jahr 2011 in Deutschland mit 9,5 GW Zubau sogar noch besser werden. "Die Kürzung der Solarstrom-Einspeisevergütung, die im Juli in Kraft tritt, hat einen starken Anstieg der Installationen im zweiten Quartal zur Folge, da die Verbraucher die staatliche Einspeisevergütung noch mitnehmen wollen, bevor diese gekürzt wird", kommentiert Dr. Henning Wicht, Direktor und Chefanalyst für Photovoltaik bei iSuppli.

"Trotz der Kürzungen prognostiziert iSuppli auch für die zweite Jahreshälfte eine weiterhin starke Nachfrage nach Aufdach-Solaranlagen, aber der Umsatz wird nicht den des zweiten Quartals erreichen."

Deutschland wird im Photovoltaik-Markt Europas sowie der ganzen Welt weiterhin eine führende Rolle spielen, betont iSuppli. In Deutschland würden nicht nur die meisten PV-Anlagen gebaut, auch die deutsche Förderpolitik und Einspeisevergütung seien beispielhaft für andere Länder und deren Unterstützung der Solarenergie.

Quelle: iSuppli Corporation

   
   
11.05.2010 Neue Studie: Solar-Standort Deutschland - Mittelstand erwartet Anstieg der Arbeitsplätze in der Photovoltaik-Branche

Der Mittelstand sieht auch künftig eine hohe Attraktivität des deutschen Photovoltaik-Marktes sowie einen nachhaltigen Zuwachs an Arbeitsplätzen. Darüber hinaus rechneten die Studienteilnehmer mit einer baldigen Netzparität (grid-parity): Strom aus Photovoltaik zu Marktpreisen für den Endverbraucher.

Deutschland gilt weiterhin als attraktivster Photovoltaik-Markt.
Die Studienteilnehmer bewerten Deutschland derzeit als den attraktivsten Solarstrom-Markt. Auch in drei Jahren werde die Marktrelevanz von Deutschland als hoch eingeschätzt, allerdings von den USA und Südeuropa übertroffen.
Besonders Osteuropa, Asien und vor allem die USA werden in den kommenden Jahren deutlich an Attraktivität zunehmen. Eine weitere Förderung der erneuerbaren Energien seitens der Politik wird erwartet. Netzparität rückt rasch näher.
Die Hälfte der befragten Unternehmen (im Sonnengürtel 70 %) erwartet die grid-parity in Deutschland in weniger als fünf Jahren. 10 % (im Sonnengürtel: 20%) gehen sogar davon aus, dass diese bereits innerhalb der kommenden zwei Jahre erreicht wird

Quelle: Concentro Management AG Solarserver.de

   
   
11.01.2010 Deutschland bleibt attraktiver Photovoltaik-Markt

Für das gesamte Jahr 2010 wird ein weiteres Marktwachstum erwartet, wie eine aktuelle Umfrage der photovoltaik quer durch die Branche ergab wird ein weiteres starkes Marktwachstum erwartet.
Die befragten Installateure, Großhändler, Projektierer und Hersteller äußerten sich zu ihren Erwartungen in den Bereichen Auftragslage, deutscher Markt, Preise und Finanzierungssituation im Jahr 2010.
Fast alle Unternehmen rechnen dabei mit einer Steigerung des Umsatzes von mindestens zehn bis fünfzehn Prozent. Manche gehen sogar von einer Umsatzverdoppelung im kommenden Jahr aus.
Wir erwarten 2010 einen Zubau in Deutschland von bis zu drei Gigawatt. Die Preise werden entsprechend der Degression des EEG zurückgehen, die Hersteller müssen dies schultern können, sonst springen die Investoren ab.

Quelle: Photovoltaik

   
   
14.10.2009 BSW-Solar: Steuereinnahmen aus der Photovoltaik-Industrie sind höher als die Solar-Förderung

Photovoltaik-Unternehmen und Beschäftigte zahlen 2008 knapp drei Milliarden Steuern. Deutschlands Solar-Branche ist in den letzten Jahren rasant gewachsen, berichtet der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) in einer Pressemitteilung. Davon profitiere nicht nur das Klima, sondern auch der Staat: Laut BSW-Solar erzielte Deutschland allein 2008 Steuereinnahmen in Höhe von knapp drei Milliarden Euro aus der direkten und indirekten Besteuerung deutscher Photovoltaik-Unternehmen und ihrer rund 50.000 Beschäftigen. Die im selben Jahr über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gewährten Anschubinvestitionen beliefen sich hingegen auf rund zwei Milliarden Euro, betont der BSW-Solar.  Deutschlands Solarwirtschaft setze sich damit gegen Vorwürfe aus der konventionellen Energiewirtschaft und ihr nahe stehender Wirtschaftsinstitute und Politiker zur Wehr, die Markteinführung der Solarstromtechnologie (Photovoltaik) sei zu teuer und die Förderung müsse deshalb schneller reduziert werden, heißt es in der Pressemitteilung des Solar-Verbandes.

Quelle: Solarserver

   
   
08.06.2009 Griechenland beschließt Förderung von Photovoltaik-Dachanlagen

Ein neues Programm soll in Griechenland die Installation von kleinen Photovoltaik-Dachanlagen voranbringen. Es soll bis Dezember 2019 laufen. Das griechische Entwicklungsministerium hat Ende vergangener Woche ein neues Programm zur Förderung von Photovoltaik-Dachanlagen angekündigt. Dabei geht es um Anlagen mit einer Leistung bis zu zehn Kilowattstunden auf Privathäusern und Geschäftsgebäuden.

Das Genehmigungsverfahren für die Installation von Solarstromanlagen solle erleichtert und die Lizenzen schneller verteilt werden. Das Programm solle bis Dezember 2019 laufen.
Die Besitzer der kleinen Photovoltaik-Anlagen sollen zunächst ihren eigenen Energiebedarf decken, wie es weiter hieß. Den restlichen Solarstrom könnten sie dann zu einem erhöhten Preis an den öffentlichen Energieversorger DIE SA verkaufen. Mit dem neuen Programm erhofft sich das Ministerium sowohl Belebung des griechischen Photovoltaik-Markts als auch einen steigenden Absatz bei Solarpaneelen, Wechselrichter und anderem Zubehör.
Das griechische Parlament hatte Anfang des Jahres ein neues Gesetz zur Förderung von Solarstrom beschlossen. Demnach gilt der größte Einspeisetarif von 50 Cent für Solarstrom aus Anlagen bis 100 Kilowatt, die auf den griechischen Inseln installiert worden. Solarstrom aus größeren Anlagen wird mit 45 Cent je Kilowattstunde vergütet. Bei Anlagen auf dem Festland werden jeweils fünf Cent pro Kilowattstunde weniger gezahlt. Eine Degression sei erst ab August 2010 vorgesehen. Nach Angaben des griechischen Photovoltaik-Verbands HELAPCO sollen bereits vorliegende Förderanträge bis Ende 2009 bewilligt werden. Sie hätten ein Volumen von mehr als drei Gigawatt Nennleistung. Gegenwärtig werden aber HELAPCO zufolge keine Anträge mehr angenommen .

Quelle: Photovoltaik Magazin

   
   
27.04.2009 Photovoltaik-Potenzial von über 22 Gigawatt

Landwirte sind wichtige Zugpferde des deutschen Photovoltaik-Marktes. Es wird erwartet, dass sie in diesem Jahr Module mit einer Leistung von mindestens 285 Megawatt installieren lassen, was einem Marktanteil von fast 20 Prozent entspricht.

Neben einer attraktiven Rendite und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis legen sie vor allem Wert auf Service. Dies sind wichtige Ergebnisse einer neuen Studie zur Photovoltaik in der Landwirtschaft.
Zwei Drittel der Landwirte sind grundsätzlich daran interessiert, sich eine Photovoltaik-Anlage anzuschaffen
Die Landwirtschaft gilt schon seit Jahren als ein wichtiger Treiber des Photovoltaik-Marktes. Genauere Untersuchungen und aktuelle Zahlen zu diesem Kundensegment suchte man bislang jedoch vergebens. Besonders viele freie Stall- und Scheunendächer gebe es in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und den östlichen Bundesländern. Die Finanzierungsmöglichkeiten für Photovoltaik-Anlagen im landwirtschaftlichen Bereich sind gut, da Bauern einen relativ günstigen Zugang zu Krediten haben, wie die Studie ergab. Eine wichtige Rolle bei der Distribution von Photovoltaik-Anlagen im landwirtschaftlichen Bereich spielen die 258 Maschinenringe, in denen sich viele Bauern zusammenschlossen, um Landmaschinen gemeinsam zu nutzen oder günstiger zu erwerben. Als regionale Anlaufstellen und Interessenvertreter der Landwirte steigerten sie sowohl die Bekanntheit als auch die Verbreitung von Solarstromerzeugung unter Landwirten.

Quelle: Photovoltaik Magazin

   
   
24.03.2009 Japan startet neues Förderprogramm

Japan hat sein neues Förderprogramm für Photovoltaik eher gestartet als geplant - nämlich bereits am 13. Januar dieses Jahres. Ursprünglich sollte die Solarstromtechnik erst mit Beginn des neuen Haushaltsjahres im April wieder gefördert werden, nachdem das letzte Programm 2005 ausgelaufen war.

Bis zum 31. März stehen erst einmal neun Milliarden Yen (78 Millionen Euro) bereit, die für die Installation von 35.000 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 122,5 Megawatt ausreichen dürften. Noch einmal 20,05 Milliarden Yen (174 Millionen Euro) sollen ab April für ein Jahr zur Verfügung gestellt werden. Über das kommende Haushaltsjahr wird das Parlament im März beschließen, mögliche Änderungen sind daher bislang noch nicht abzusehen. Bleibt es bei den 20 Milliarden Yen, könnten nach unseren Schätzungen 280 Megawatt errichtet werden.

Dank seines 1994 gestarteten Subventionsprogramms führte Japan viele Jahre die Liste der Länder mit der höchsten installierten Leistung an, bis es die Spitzenreiterposition im Jahre 2004 an Deutschland verlor. Seit dem Auslaufen des alten Subventionsgesetzes verschwand Japan fast völlig von der Photovoltaiklandkarte: 2008 wurden nur schätzungsweise 180 Megawatt installiert - zwischen drei und vier Prozent der globalen Marktgröße.

Quelle: Photon

   
   
08.01.2009 Sharp steckt Energie in Solar

Der japanische Elektrohersteller Sharp will seine Solarzellenfabrik in Sakai bei Osaka schon mehrere Monate früher starten. "Wir bemühen uns, vor März 2010 fertig zu werden", sagte gestern ein Sharp Sprecher. In Sakai sollen Flüssigkristallpanele für Fernseher und zugleich Solarzellen entstehen.

Sharp will mit dem neuen Werk den aktuellen Weltmarktfuhrer bei Solarzellen, die deutsche Q-Cells, wieder überholen. Q-Cells baut sein erstes Werk ausserhalb Deutschlands in Malaysia und will die Produktion verdoppeln.
2009 wollen die Deutschen die Milliarden-Schwelle überschreiten, gemessen in Kilowatt-Äquivalenten. Sharp erreicht derzeit etwa 700 Millionen, bis 2010 sollen es zwei Milliarden Kilowatt werden. Die Eile durfte sich rechnen. Denn der Markt trotzt der Finanzmarktkrise.
Laut Branchendienst PV News soll er weiter um 30 bis 40 Prozent jährlich wachsen.

Quelle: Cash Daily

   
   
24.11.2008 Neue Studie der Energy Watch Group

Schneller Ausbau erneuerbarer Energien ist bezahlbar; neue Atomkraftwerke unnötig!
Der Ausstieg aus der fossil-nuklearen Energieversorgung sei finanziell mit überschaubaren Investitionen machbar, so die auf Initiative internationaler Parlamentarier gegründet Energy Watch Group (EWG) in einer Pressemitteilung. Zu dem Schluss kämen die Autoren der neuen Studie "Renewable Energy Outlook 2030". Bis 2030 könnten demnach mindestens zwischen 17 % und 30 % des weltweiten Strom- und Wärmebedarfs aus regenerativen Quellen gedeckt werden.

Der dazu notwendige jährliche Investitionsbedarf werde zu diesem Zeitpunkt 62 Euro bis 124 Euro pro Kopf der Weltbevölkerung erreichen. Insgesamt bewegten sich die erforderlichen Investitionen zwischen 510 Milliarden Euro und 1.021 Milliarden Euro jährlich, je nach Geschwindigkeit des Ausbaus. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 wurden weltweit rund 800 Milliarden Euro für Rüstung ausgegeben, 120 Euro pro Kopf der Weltbevölkerung. Für Investitionen in die Kultur gebe Deutschland zurzeit rund 100 Euro pro Bürger aus, heißt es in der Pressemitteilung.
Die Studie "Renewable Energy Outlook 2030" analysiert zwei Szenarien des Ausbaus erneuerbarer Energien - eine untere und eine obere Variante. Die Versorgung mit Treibstoffen wurde nicht betrachtet. Es geht ausschließlich um elektrischen Strom und - mit gewissen Einschränkungen - um Wärme. Eingeflossen sind Technologiekosten, Lernkurven bei den Herstellungskosten, geplante Investitionen, die unterschiedliche Wirtschaftskraft der Weltregionen, verfügbare Potenziale für erneuerbare Energien und der Verlauf des Wachstums. Die Analyse wurde im Auftrag der Energy Watch Group verfasst von Stefan Peter (Institute für Sustainable Solutions and Innovations, ISUSI) und Dr. Harry Lehmann. "Renewable Energy Outlook 2030" ist im Internet zugänglich in englischer Sprache (PDF; 155 S.) unter www.energywatchgroup.org. Eine deutsche Kurzfassung (14 S.) ist ebenfalls erhältlich.

Quelle: Energy Watch Group (EWG)
   
   
06.10.2008 Spanien bremst Wachstum der Solarindustrie: Solarstrom-Einspeisevergütung wird gesenkt, Photovoltaik-Zubau begrenzt

Die spanische Regierung hat die Förderung für Solarstrom neu geregelt. Die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik-Anlagen sinke zwar weniger als bisher erwartet um rund 30 Prozent auf 34 Cent/kWh bei Dachanlagen und 32 Cent/kWh bei Bodenanlagen, berichtet die Wirtschaftskanzlei Rödl & Partner in einer Pressemitteilung.

Die maximale Leistung von Dachanlagen werde aber künftig auf 2 Megawatt (MW) begrenzt, jene von Bodenanlagen auf 10 MW. Die Vergabeleistung werde für ganz Spanien pro Jahr auf 267 MW für Dachanlagen und auf 133 MW für Bodenanlagen gedeckelt (Förderobergrenze). Für die Jahre 2009 und 2010 wurden im Rahmen einer Übergangsregelung zusätzliche 100 MW für Dachanlagen beziehungsweise 60 MW für Freiflächen-Solarparks freigegeben. Grundlage der Neuregelung bildet das am 28.09.2008 in Kraft getretene Königliche Dekret 1578/2008.

Die Vergütungstarife sollen künftig entsprechend der Entwicklung der beantragten Vergabeleistung erhöht oder reduziert werden. Werden in einer Vergaberunde sämtliche Vergabekapazitäten ausgeschöpft, reduziert sich der Tarif in der nächsten Vergaberunde, während umgekehrt bei Freibleiben von Vergabeleistung der Tarif in der nächsten Vergaberunde entsprechend angehoben wird.

Rödl & Partner: Photovoltaikprojekte in Spanien können auch in Zukunft rentabel sein. Die spanische Regierung begründet die Maßnahmen mit dem Ziel, die bisher rasante Entwicklung der Photovoltaik zu bremsen und besser kontrollieren zu können und gleichzeitig die Forschung und Entwicklung zu fördern. "Zukünftig haben aber nur noch die Investoren gute Erfolgschancen, die Projekte frühzeitig beantragen und die geforderten Unterlagen vollständig einreichen."

Quelle: Rödl & Partner
   
15.09.2008 Spanien: Neuer Gesetzesentwurf sieht deutlich höhere Obergrenze für Solar-Förderung vor

Die neueste Meldung aus Spanien, dem zweitgrößten Solarmarkt der Welt, mache wieder Hoffnung, berichtet die Solarpraxis AG (Berlin) in einer Pressemitteilung. Habe es doch lange so ausgesehen, als werde die spanische Einspeisevergütung für Solarstrom um bis zu 35 Prozent gekürzt und der Photovoltaik-Zubau 2009 auf maximal 300 Megawatt begrenzt werden.

Am 12.09.2008 berichtete das US-amerikanische Finanzinstitut PiperJaffray, dass der spanische Generalsekretär für Energie, Ignasio Nieto, einen Gesetzesentwurf mit einer Begrenzung von 500 MW an den spanischen Staatsrat gesandt habe. Die 500 MW-Begrenzung werde laut PiperJaffray, aufgeteilt in 300 MW für Photovoltaik-Freiflächenanlagen und 200 MW für Dachanlagen. Zum Vergleich: In Deutschland, dem weltweit größten Solarstrom-Markt, wurden 2007 nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) rund 1.100 Megawatt Photovoltaikleistung zugebaut. Der neue spanische Gesetzesentwurf schlage außerdem eine Vergütung von 32 bis 34 Cent pro Kilowattstunde für Solarstrom aus Dachanlagen sowie 29 Cent pro Kilowattstunde für Freiflächenanlagen vor, berichtet PiperJaffray. Des Weiteren werde wie in vorangegangenen Entwürfen eine jährliche Senkung der Förderung von 10 Prozent festgelegt. Vermutlich werde der Gesetzesentwurf in drei bis vier Wochen vom spanischen Energieminister bestätigt, so das Finanzinstitut PiperJaffray.
Die Finanzexperten gehen davon aus, dass sich damit der spanische Markt im kommenden Jahr besser entwickeln wird, als in den letzten Monaten erwartet. Sicher sei aber, dass dieser Gesetzentwurf Investoren und Herstellern wieder mehr Sicherheit gebe.

Quelle: SolarpraxisAG
   
   
05.08.2008 Gabriel weist Atom-Pläne aus dem Hause Glos zurück: "Wir brauchen eine zukunftsfähige Energiepolitik, keinen Atom-Lobbyismus"

"Der Koalitionsvertrag ist eindeutig: Es bleibt beim Ausstieg aus der Hochrisiko-Technologie Atomkraft. Wenn das Bundeswirtschaftsministerium an Konzepten zum Wiedereinstieg bastelt, ist das nicht nur ein klarer Verstoß gegen den Koalitionsvertrag. Es zeigt vor allem, dass im Hause Glos reiner Atom-Lobbyismus betrieben wird." So kommentierte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums für ein "Kernenergie-Nutzungsgesetz". Eine zukunftsfähige Energiepolitik müsse aber auf die massive Steigerung der Energieeffizienz und auf erneuerbare Energien setzen.
Denn nur so könnten die Preissteigerungen für die Verbraucher gedämpft, die Versorgungssicherheit gewährleistet und die Klimaschutzziele der Bundesregierung erreicht werden, so Gabriel. Deutschland profitiere wie keine andere Volkswirtschaft vom Ausbau der erneuerbaren Energien, betont Gabriel. In der Branche arbeiteten schon heute 250.000 Menschen. Umweltfreundliche Energietechnik Made in Germany sei ein Exportschlager. Bis 2020 werde die Zahl der zukunftssicheren Arbeitsplätze auf mindestens 500.000 steigen. "Ein Wirtschaftsminister, der diesen Boom abwürgen will, hat den falschen Beruf", so Gabriel. Längere Laufzeiten alter Atomkraftwerke machen weder Benzin noch Strom billiger. Weltweit gebe es kein sicheres Endlager für den hochradioaktiven Atommüll. Zugleich verweigerten hierzulande gerade die Atomkraft-Befürworter eine offene Standortsuche. Wer längere Laufzeiten wolle, ohne ein sicheres Endlager zu haben, mache Politik auf Kosten nachfolgender Generationen. Eine Verlängerung der Laufzeiten alter Atomkraftwerke würde laut Gabriel weder den Benzin- noch den Strompreis senken. Sie würde lediglich zu noch höheren Gewinnen bei den vier großen Energieversorgern führen. "Ludwig Erhard würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, dass sein Amtsnachfolger Ordnungspolitik mit Lobbyismus verwechselt", so der Bundesumweltminister.

Quelle: BMU
   
   
30.07.2008 Solar-Studiengang in Jena erfolgreich akkreditiert

Wenn im kommenden Herbst das neue Studienjahr beginnt, startet an der Fachhochschule Jena ein in Deutschland bisher einmaliger Studiengang: Photovoltaik und Halbleitertechnologie. Der Bachelorstudiengang wurde nun ohne jegliche Auflagen akkreditiert, berichtet die FH Jena in einer Pressemitteilung.

Das neue Studienangebot bereichert das Spektrum der Fachhochschule um ein hochaktuelles Wissenschaftsgebiet. Bei der Einrichtung des neuen Schwerpunktes wird die Hochschule von der Carl Zeiss Stiftung durch eine Stiftungsprofessur unterstützt. Der neue Studiengang bereitet auf eine spätere Tätigkeit in einer der zukunftsträchtigsten Hochtechnologien vor: Fertigungstechnologien für Solarzellen und Mikroelektronik-Chips. Ziele und Lehrinhalte des Studiums wurden gemeinsam mit Vertretern der Industrie erarbeitet, um der wachsenden Nachfrage nach qualifizierten Ingenieuren gerecht zu werden und um den Absolventinnen und Absolventen einen erfolgreichen Einstieg in ihr Berufsleben zu ermöglichen. Das Angebot des Studiums der Photovoltaik und Halbleitertechnologie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Photonische Technologien in Jena (IPHT). Das Institut arbeitet seit Jahren in der Forschung auf dem Gebiet der Photovoltaik. Diese Erfahrungen und die hervorragende gerätetechnische Ausstattung kommen dem neuen Studiengang ebenfalls zugute.

Quelle: FH Jena
   
   
14.07.2008 Photovoltaik: Solardächer lohnen sich weiterhin

Entwarnung für Hausbauer, die auf Sonnenenergie setzen, gibt das Immobilienportal Immowelt.de. Die staatlichen Hilfen werden weitaus weniger gekürzt als befürchtet. Betont Immowelt in einer Pressemitteilung. Wer eine Photovoltaik-Anlage installiert und den gewonnenen Solarstrom aus der Sonne in das öffentliche Netz einspeist, wird auch künftig nicht unerheblich vom Staat unterstützt. Denn die neuen Vergütungssätze für Solarstrom wurden weit weniger beschnitten, als befürchtet.

Die Vergütungssätze im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sollen für neue Dach-Solaranlagen in den Jahren 2009 und 2010 jeweils um acht Prozent und 2011 um neun Prozent sinken. Damit wird die Vergütung für eine Solar-Dachanlage bis maximal 30 Kilowatt Leistung für 2009 exakt 43,01 Cent pro Kilowattstunde betragen, im Jahr 2010 sind es noch 39,57 Cent und 2011 noch 36,01 Cent. Bislang wurde die Solarstrom-Vergütung um fünf Prozent jährlich verringert. Die neue Regelung betrifft diejenigen, die vom kommenden Jahr an eine Solaranlage in Betrieb nehmen und Strom in das Netz einspeisen. Für bereits installierte Anlagen gilt eine Bestandsgarantie. Immowelt: Trotz Senkung der Vergütung kann mit einer Kapitalrendite gerechnet werden. Das EEG regelt, zu welchen Preisen die Stromversorger die erzeugte Energie abnehmen müssen. Generell erhalten Verbraucher dank der EEG-Förderung für den eingespeisten Sonnenstrom mehr Geld, als sie für den vom Versorger bezogenen Strom zahlen müssen. Je nach dem Jahr, in dem die Anlage installiert wurde, wird eine entsprechende Vergütung gezahlt, die als Investitionssicherheit auf 20 Jahre festgelegt ist und konstant bleibt.

Quelle: Immowelt AG
   
   
18.06.2008 Intersolar 2008: Zahlen bestätigen den Erfolg der größten Solar-Messe der Welt

Eine Messe, drei Tage und sieben Hallen mit Innovationen aus Photovoltaik, Solarthermie und Solarem Bauen - vier Tage nach dem Ende der Intersolar 2008 stehen jetzt die offiziellen Zahlen des diesjährigen Branchentreffpunkts fest: Insgesamt kann die Fachmesse für Solartechnik in allen Bereichen Rekordzahlen aufweisen.

Nicht nur die Ausstellungsfläche war mit 76.000 Quadratmetern (plus 124 Prozent) so groß wie nie. Mit insgesamt 1.053 Ausstellern (plus 65 Prozent) waren auch mehr Unternehmen als jemals zuvor auf der Intersolar vertreten. Die abschließenden Zählungen ergaben 51.861 Besucher (plus 62 Prozent), die aus 140 Ländern nach München zur Intersolar anreisten. Insgesamt kamen 44,9 Prozent der Besucher aus dem Ausland, was neben dem Anteil internationaler Aussteller von 47 Prozent den Anspruch der Intersolar als internationale Leitmesse deutlich unterstreicht. Stellenwert als globale Branchenplattform der Solartechnik betont. Was die Anzahl internationaler Besucher anbelangt, belegt Italien den ersten Platz, gefolgt von Spanien, Frankreich und Österreich. Auch die USA gehörten erstmals zu den Top Ten bei den Besuchernationen. Insgesamt konnte die Messe 1.000 Gäste vom amerikanischen Kontinent begrüßen, 1.600 Solarexperten kamen aus Asien und 400 waren aus dem Nahen Osten nach München gereist - der größte Teil von ihnen zu den ersten beiden Tagen der Messe, die dem Fachpublikum vorbehalten waren. "Die jetzt erreichte Internationalisierung ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Intersolar und unterstreicht deutlich den Stellenwert, den die Messe weltweit als Branchenplattform der Solartechnik einnimmt. Gleichzeitig sind die Zahlen aber auch ein wichtiger Gradmesser für die aufstrebenden ausländischen Märkte und zeigen das internationale Potential, das die Solartechnik für die Industrie birgt", so Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH, einer der beiden Veranstalter der Intersolar.

Quelle: Solar Promotion GmbH
   
   
12.06.2008 Kalifornisches Staatsgefängnis nimmt Solarstrom-Kraftwerk mit 1,8 MW in Betrieb

Das Ironwood State Prison (Kalifornien; USA) und das Unternehmen SunEdison melden die Inbetriebnahme eines Photovoltaik-Kraftwerks mit einer Nennleistung von 1,8 Megawatt (MWp). Die Freiflächenanlage auf dem Gelände des Gefängnisses soll jährlich rund 2,4 Millionen Kilowattstunden Solarstrom erzeugen und wurde im Rahmen einer "Private-Public-Partnership" zwischen der Strafvollzugsbehörde des Bundesstaates Kalifornien (California Department of Corrections and Rehabilitation, CDCR) und SunEdison realisiert, dem nach eigenen Angaben größten Solarenergie-Systemintegrator Nordamerikas.

Im Rahmen eines Solarenergie-Dienstvertrags finanzierte und baute SunEdison das Solarkraftwerk, das auch von SunEdison betrieben wird. Das CDCR vermeide damit alle Kapitalkosten und kaufe den Solarstrom zu berechenbaren Preisen entsprechend oder sogar unter den Großhandelsstrompreisen", heißt es in der Pressemitteilung. Die Anlage wird im Betrieb weder Treibhausgase noch Lärm erzeugen. 43 Millionen kWh Solarstrom in 20 Jahren. Das Solarkraftwerk ist für die kalifornische Strafvollzugsbehörde sowohl ein wichtiger Schritt zur Sicherung ihrer Energieversorgung als auch im Hinblick auf Gouverneur Schwarzeneggers Verordnung "S-20-04", nach der staatliche Einrichtungen ihren Strombezug bis 2015 mit Energieeffizienz und dezentraler Stromproduktion um 20 % senken müssen. In der kalkulierten Laufzeit von zwanzig Jahren wird die Anlage in Ironwood etwa 43 Millionen kWh Solarstrom produzieren, was dem Verbrauch von 4.107 Durchschnittshaushalten entspreche. 6.200 Solarmodule - 2,4 Millionen kWh jährlich Harry Franey, Chef des Energiemanagement der CDCR ist hoch erfreut: "Das Photovoltaik-System in Ironwood nutzt unsere größte natürliche Ressource - die Sonnenenergie - mit mehr als 6.200 Solarmodulen. Sie benötigt kein oder nur ganz wenig Wasser, was ein entscheidender Vorzug in unserer Region ist. Allein im ersten Betriebsjahr wird sie 2,4 Millionen kWh erzeugen, was einen unmittelbaren positiven Einfluss auf die Umwelt hat. Bereits im Juni 2006 nahm SunEdison eine PV-Anlage mit 1,16 MW im Chuckawalla Valley State Prison in Betrieb, die bislang über 3,7 Millionen Kilowattstunden Solarstrom erzeugt hat.

Quelle: Sun Edison LLC
   
   
05.06.2008 Bayern unterstützt Photovoltaik auf staatlichen Gebäuden

Der Freistaat Bayern stellt privaten und gewerblichen Investoren Dächer von staatlichen Gebäude zur Installation und zum Betrieb von Solarstromanlagen gegen Entgelt zur Verfügung. Auf diese Möglichkeit, noch mehr Haushalte mit CO2-freiem Strom aus Sonnenenergie zu versorgen, weisen Finanzminister Erwin Huber und Innenminister Joachim Herrmann erneut hin. Beide Minister knüpfen damit an einen entsprechenden Landtagsbeschluss aus dem Jahr 2004 an. Der Freistaat unterstützt die CO2-freie Energiegewinnung. Die bisher errichteten Photovoltaikanlagen versorgen schon rund 80 Haushalte mit elektrischer Energie.

Um diese Zahl zu vergrößern und um das Potenzial staatlicher Bauten weiter zu nutzen, wollen das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und die Oberste Baubehörde im Staatsministerium des Innern bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen auf die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Investoren aufmerksam machen. Interessenten können sich an die Regionalvertretungen der Immobilien Freistaat Bayern wenden (http://www.immobilien.bayern.de) oder direkt an die jeweilige staatliche Behörde, die das betreffende Gebäude bewirtschaftet.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern
   
   
23.05.2008 REC will 2012 Solarstrom zu fünf bis acht Cent produzieren

Auf der dritten PHOTON PV Investors Conference am 3. April in München präsentierte Jon Andre Lokke, zuständig für Investor Relations beim norwegischen Solarkonzern REC ASA, neue Informationen über die Kosten der Produktion von Solarstrom.

Bereits 2007, so Lokke, sei REC in der Lage gewesen, Solarstrom zu 15 Cent je Kilowattstunde zu produzieren. Die Rechnung gilt für einen Standort mit 1.800 Sonnenstunden im Jahr wie beispielsweise Südspanien, einer Kraftwerksgröße von einem Megawatt, einer Finanzierung über 25 Jahre mit konstant fünf Prozent Zinsen und einer Betriebsdauer von ebenfalls 25 Jahren. Die Kosten für die genutzte Fläche wurden nicht berücksichtigt. Für das Jahr 2010 wanderte der Punkt auf der Grafik bereits in die Region von acht Cent je Kilowattstunde, für 2012 hatte Lokke eine Bandbreite von fünf bis acht Cent eingezeichnet. Lokke betonte, dass es für einen Erfolg der Photovoltaik ausschließlich auf die Kosten je Kilowattstunde ankäme, nicht auf die Kosten je Watt. Dass die Preise deutlich darüber liegen werden, sei für REC ein Garant für hohe Margen, so Lokke.
Um den Zugang zum Endkunden zu sichern, hat REC für 40 Millionen Dollar eine 20-prozentige Beteiligung an dem US-amerikanischen Installationsunternehmen Mainstream Energy LLC (MSE) erworben, wie das Unternehmen nur wenige Tage nach der Konferenz mitteilte. MSE bedient verschiedene Kundensegmente durch seine Tochterfirmen AEE So-lar Inc. und REC Solar Inc. (die außer dem Namen nichts mit der REC-Gruppe gemein hat). Für 2008 erwartet MSE einen Umsatz von 160 Millionen Dollar. REC hat sich die Option geben lassen, binnen der nächsten drei Jahre eine Mehrheitsbeteiligung zu übernehmen.
Die am 22. April veröffentlichten Zahlen für das erste Quartal 2008 waren jedoch wenig erfreulich. Der Umsatz lag mit 1.771 Millionen Norwegischer Kronen (NOK) zwar rund zehn Prozent über dem Vorjahreswert. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 579 Millionen, was einer Ebit-Marge von 33 Prozent entspricht. Im Vergleich zu dem im ersten Quartal 2006 erreichten 46 Prozent ist dies eine deutliche Verschlechterung, die REC mit dem schwachen Dollarkurs begründet. Gleich drei große Wafer-Verträge waren in der unvorteilhaften US-Währung abgeschlossen worden, was in der Bilanz zu einem Minus von 226 Millionen NOK (28,4 Millionen Euro) geführt hatte. Die Bilanzierungsmethode habe aber keinen Einfluss auf den Cashflow, so REC. Die Erträge je Aktie lagen bei 0,43 NOK (5,4 Eurocent), im ersten Quartal 2007 waren es noch 0,86 NOK (11 Eurocent). Die Ziele für das Gesamtjahr 2008 blieben trotz der enttäuschenden Ergebnisse für das erste Quartal unverändert.

Quelle: Photon

   
   
16.05.2008 Förderchaos: Schweizer Solarverband kritisiert Förderdeckel

Zürich - In der Schweiz wollen hunderte von Hausbesitzern Solarstrom auf ihren Dächern produzieren, aber ihre Anträge auf kostendeckende Einspeisevergütung gemäß revidiertem Energiegesetz werden mangels Geld zurückgewiesen. Unterstützt vom Schweizerischen Bauernverband fordert der Fachverband Swissolar von Bundesrat Leuenberger eine Überarbeitung der neuen Regelung. Im Vordergrund steht die Aufhebung der Deckelung für die solare Stromerzeugung. Die Verbände empfehlen die Einberufung eines runden Tisches, um die ärgerliche Situation baldmöglichst zu überwinden und die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum für Solarstrom und andere erneuerbare Energien zu schaffen, teilte Swissolar mit.

Kostendeckende Einspeisevergütung ab 2009
Wer auf seinem eigenen Dach Solarstrom produzieren möchte, kann in der Schweiz sein Projekt seit 1. Mai 2008 bei der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid anmelden, um ab 1. Januar 2009 von der kostendeckenden Einspeisevergütung profitieren zu können. Allerdings hat das Parlament bei den Beratungen zur Revision des Energiegesetzes nur gerade 5 Prozent der Mittel für Solarstrom reserviert. Dies hat zur Folge, dass nur ein Bruchteil der interessierten Dachbesitzer die Solarenergie nutzen und ihre Solaranlagen realisieren können. Die anderen werden auf eine Warteliste gesetzt und müssen auf einen positiven Bescheid im 2009 oder 2010 hoffen, so Swissolar.

33 MW Solarkapazität in der Schweiz
Im Jahr 2007 sind 525 neue Solaranlagen ans Netz gegangen. Die installierte Solarleistung stieg um 6,5 MW auf 33 MW. Insgesamt produzieren rd. 2.700 PV-Anlagen in der Schweiz Solarstrom.

Quelle: IWR
   
   
11.04.2008 Weltweit kräftiges Wachstum bei regenerativen Energien - RENIXX-Konzerne glänzten im Jahr 2007

Die anhaltend hohe internationale Nachfrage nach Technik zur Nutzung regenerativer Energiequellen wie Solar- und Windkraftanlagen hat im vergangenen Jahr rund um den Globus zu einem Umsatzsprung bei den börsennotierten Unternehmen der Branche geführt, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR). Die Erlöse der 30 internationalen Unternehmen im globalen Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World stiegen laut IWR 2007 um 50,4 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro (2006: 12,9 Mrd. Euro). Damit beschleunigte sich das Wachstum deutlich gegenüber dem Jahresvergleich 2005/2006, als die Umsätze um 34,5 Prozent zulegten.

Europäische Unternehmen führen, Asiatische Firmen wachsen um 165 Prozent "Bei der Umsatzverteilung nach Kontinenten führen 2007 die RENIXX-Unternehmen aus Europa mit 75,8 Prozent noch deutlich vor Asien (12,6 Prozent) und Nordamerika (11,6 Prozent)", erläuterte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. Die höchste durchschnittliche Wachstumsrate erzielten 2007 allerdings die asiatischen Unternehmen mit 165 Prozent, vor den nordamerikanischen (90 Prozent) und den europäischen Unternehmen (40 Prozent). Deutsches Photovoltaik-Unternehmen Q-Cells unter den Top 5. Unter den Top 5 der umsatzstärksten Unternehmen im RENIXX World bleibt 2007 der dänische Windkraftanlagen-Hersteller Vestas (4,9 Mrd. Euro) auf Rang 1, vor den beiden spanischen Unternehmen Gamesa (3,3 Mrd. Euro) und Iberdrola Renovables (953 Mio. Euro). Auf Rang vier folgt die chinesische Suntech Power (1,4 Mrd. USD = 916 Mio. Euro per 31.12.2007) vor dem deutschen Photovoltaik-Unternehmen Q-Cells (859 Mio. Euro), so das IWR.

Quelle: IWR
   
   
01.04.2008 Solar-Branche erwartet schnelles Wachstum bei sinkenden Kosten

Die internationale Leitmesse für Photovoltaik-Produktionstechnik wächst genauso rasant wie die Solarbranche, berichtet der Solar Verlag (Aachen) in einer Pressemitteilung. 176 Unternehmen aus 21 Ländern präsentierten ihre neuen Maschinen und Produkte vom 2. bis 4. April auf der PHOTON Photovoltaic Technology Show Europe 2008 in München. Das entspreche einer Steigerung um 60 Prozent im Vergleich zur Messepremiere 2007. Die Schau in der Neuen Messe München wurde begleitet von vier Fachkonferenzen. Rund 3.500 Teilnehmer aus 45 Ländern informierten sich dort über die neusten Trends bei Solarsilizium, Produktionstechnologien, Investitionsmöglichkeiten und Solarglas. PHOTON fasst die wichtigsten Konferenzergebnisse zusammen: 1. Solarstrom wird in den ersten Märkten gegenwärtig konkurrenzfähig zu konventionell erzeugtem Strom. 2. Die Branche erwartet in den kommenden Jahren ein weiterhin starkes Wachstum bei schnell sinkenden Produktionskosten. 3. Ein Überangebot an Solarmodulen wird es vorerst nicht geben, so dass weiterhin die Hersteller die Preise bestimmen können.

Alles dreht sich um Silizium. Der Rohstoff für rund 90 Prozent aller Solarmodule wird zwar in immer größeren Mengen produziert, doch die Silizium-Nachfrage wächst noch schneller. So berichtete Michael Rogol, Analyst bei PHOTON Consulting, auf der 6th Solar Silicon Conference über Spotmarktpreise von bis zu 515 Dollar pro Kilogramm. Der Durchschnittspreis ab Hersteller ist seit 2004 von 32 auf rund 70 Dollar je Kilogramm gestiegen. Die Produktionskosten liegen indes bei durchschnittlich 36 Dollar je Kilogramm. Angesichts dessen sei leicht nachvollziehbar, dass die Zahl der Neueinsteiger in diesem Bereich explodiere: Gab es bei der ersten Solarsiliziumkonferenz 2004 weltweit nur sieben Hersteller von hochreinem Silizium, so dürften es laut PHOTON Consulting dieses Jahr bereits 72 sein. Weitere 101 Unternehmen planten den Einstieg für 2009 oder später. Von den insgesamt 173 Unternehmen, die somit in diesem Bereich aktiv sind, haben 13 auf der Konferenz ihre Pläne vorgestellt: beachtliche 201.000 Tonnen Produktionskapazität könnten demnach allein bei diesen 13 Unternehmen in den nächsten Jahren in Betrieb gehen. Das entspricht dem Vierfachen der Weltproduktion 2007. Die Schätzungen für die nahe Zukunft gehen jedoch weit auseinander. Während Rogol die Siliziumproduktion für das Jahr 2010 bei 240.000 Tonnen sah, gaben sich die Vertreter etablierter Hersteller wie REC und Hemlock mit 120.000 bis 130.000 Tonnen deutlich zurückhaltender. REC meldet Solarstrom-Kosten von 15 Eurocent in sonnigen Ländern. Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass die Photovoltaik-Nachfrage bis auf Weiteres das Angebot übertreffen wird. Denn die Kosten für Solarstrom befänden sich inzwischen an der Schwelle zur "Grid Parity" - der Konkurrenzfähigkeit mit Strom aus konventioneller Erzeugung, wie Jon André Lokke von der norwegischen REC Group in seinem Beitrag auf der Investorenkonferenz betonte. Im Jahr 2007 hätten große Anlagen von REC in sonnigen Ländern Solarstrom zu Kosten von 15 Eurocent produzieren können, sagte Lokke. 2010 will REC bei 7 Cent liegen, 2012 bei 5 Cent je Kilowattstunde. Der nach Marktkapitalisierung weltgrößte Solarkonzern liegt damit in einer Größenordnung, die Betreibern von konventionellen Kraftwerken einen gehörigen Schrecken einjagen könnte, betont PHOTON. Tempo der Kostensenkung könnte durch Engpässe bei Produktionsequipment und Verbrauchsmaterialen gebremst werden. Auch andere führende internationale Photovoltaikunternehmen wie First Solar, Suntech Power und Evergreen wollen die Produktionskosten für ihre Module in den nächsten Jahren um 40 bis 50 Prozent senken, teilten sie in München mit. Allerdings warnte Jo onki Song von PHOTON Consulting, dass sich das in den letzten Jahren erreichte Tempo bei der Kostensenkung von jährlich 12 bis 15 Prozent auf 6 bis 11 Prozent abschwächen könnte, wenn sich aufgrund des schnellen Wachstums weitere Engpässe bei Produktionsequipment und Verbrauchsmaterialen wie beispielsweise eisenarmem Glas ergäben. PHOTON hat hierzu bereits eine "PV Glass Conference" initiiert, um die beim Silizium gemachten Fehler vermeiden zu helfen.

Quelle: PHOTON
   
   
24.03.2008 Forscher der Garchinger Neutronenquelle untersuchen Energiespeicherung für Solar- und Windstrom

So genannte Power-Akkus sollen künftig Solar- und Windstrom speichern und helfen, von "Wetterkapriolen" unabhängiger zu werden, berichtet das bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz in einer Pressemitteilung. Bayerns Umweltminister Otmar Bernhard informierte sich bei den Forschern der Garchinger Hochflussneutronenquelle über diese neuartigen Speicherkonzepte. Die Garchinger Forscher untersuchen unter anderem neue Materialien und Werkstoffe für die Energiespeicherung. Bisher sei gerade die Speicherung von Solar- und Windenergie hoch problematisch, so der Minister. "Der Wind bläst nun mal nur, wenn er will, und trübes Regenwetter verhagelt oftmals die Solarstrom-Ausbeute. Immer noch gleichen CO2-intensive Kohlekraftwerke dieses aufgrund der zeitlichen Schwankungen unberechenbare Stromangebot aus. Deshalb müssen Sonnen- und Windstrom speicherbar werden", erklärte Bernhard.

Energiespeicher auf Herz und Nieren durchleuchten. Mit der Garchinger Neutronenquelle lassen sich die elektrochemischen Prozesse leistungsstarker und langlebiger Akkus, Batterien und Energiespeicher auf Herz und Nieren durchleuchten. "Die einzigartigen Eigenschaften der Neutronenstrahlung eröffnen erst die Möglichkeit, die Struktur dieser Materialen mit der geforderten Präzision aufzuzeigen - eine der wesentlichen Voraussetzungen, um geeignete Werkstoffe nach Maß zu erarbeiten", so Otmar Bernhard. Die Neutronenstrahlung ermögliche die Untersuchung der stofflichen Eigenschaften und damit die Optimierung beispielsweise der elektrischen Leit- und Speicherfähigkeit verschiedener Metall-Legierungen.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
   
   
18.03.2008 Neue Solar-Studie: Novelliertes EEG lässt Photovoltaik-Zubau auch ab 2009 rasant wachsen

Nirgends in der Welt werden in den nächsten Jahren so viele Solarstromanlagen installiert wie in Deutschland, prognostiziert das Beratungsunternehmen PHOTON Consulting. Die Absatzmärkte in Afrika, Lateinamerika aber auch China würden hingegen nahezu bedeutungslos bleiben. Die Prognosen sind Teil einer von PHOTON Consulting herausgegebenen Studie mit dem Titel "Detailing Demand - Where will all the Volume go". Ermöglicht werde der rasante Zubau in Deutschland durch die mengenmäßig unbegrenzte und gleichzeitig hohe Förderung von neuen Photovoltaik-Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). In nahezu allen Auslandsmärkten gebe es hingegen feste Budgets an Fördermitteln beziehungsweise Deckelungen der maximal installierten Solarstromleistung. Unter diesen Bedingungen dürften laut PHOTON Consulting im Jahr 2010 allein in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 6.500 Megawatt (MW) neu installiert werden.

Im Jahr 2006 lag der Zubau bei etwa 830 MW. Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Senkung der Einspeisevergütungen ab dem Jahr 2009 sei in den Prognosen bereits berücksichtigt, betonen die Autoren der Studie, die die Produktionskosten für Solarmodule im Jahr 2010 mit 1,08 Euro je Watt*) Leistung beziffert. Der aktuelle EEG-Entwurf ermögliche hingegen im Jahr 2010 Verkaufspreise von 1,78 bis 1,88 Euro je Watt. PHOTON-Chefredakteurin Kreutzmann: In Deutschland dürften alle Module landen, die sich nirgendwo zu höheren Preisen verkaufen lassen Somit sei Deutschland auch in den nächsten Jahren ein hinreichend profitabler Absatzmarkt für die internationale Photovoltaikindustrie. "In anderen Ländern lassen sich dank besserer klimatischer Bedingungen und teilweise noch höherer Einspeisetarife zwar höhere Gewinne mit Solarstrom erzielen, doch so verlässlich wie in Deutschland sind die Bedingungen - leider - nirgendwo sonst", heißt es in der Pressemitteilung des Solarstrom-Magazins PHOTON. PHOTON-Chefredakteurin Anne Kreutzmann kommentiert: "Die Studie basiert auf zahlreichen Annahmen wie beispielsweise einer Fortsetzung der Förderung in Spanien und Italien - die durchaus nicht garantiert werden kann. Sicher ist jedoch: Hierzulande dürften all jene Module landen, die sich nirgendwo auf der Welt zu höheren Preisen verkaufen lassen."Prognose: Deutschland, Kalifornien und Spanien sind im Jahr 2010 die größten Photovoltaik-Märkte Theoretisch könnten damit sogar noch mehr als die besagten 6.500 Megawatt auf deutschen Dächern und Freiflächen landen. Insgesamt erwartet PHOTON Consulting für 2010 eine weltweite Produktion an Solarmodulen von 23.000 Megawatt. Neben Deutschland sind die nächst größten Absatzmärkte Kalifornien mit 3.100 Megawatt, Spanien mit 2.400 Megawatt, Japan mit 1.600 Megawatt und Italien mit 1.500 Megawatt. China, wo bereits ein Großteil der weltweit produzierten Solarmodule hergestellt wird, bleibe mit einem Zubau von 200 Megawatt ein eher unbedeutender Markt.

Ein Hintergrundbericht ist im Internet zugänglich unter der Adresse: www.photon.de/presse/mitteilungen/Hintergrund_Absatzmaerkte.pdf

Eine Grafik der künftigen PV-Märkte weltweit ist erhältlich unter www.photon.de/presse/mitteilungen/Grafik_Absatzmaerkte.pdf

*) Wechselkurs 1,49 USD/Euro

Quelle: PHOTON
   
   
21.02.2008 Heizöl- und Benzinpreise nehmen Rekordhoch ins Visier

Nach einer neuerlichen Preisrallye am Ölmarkt herrsche Katerstimmung bei den deutschen Heizölhändlern und -verbrauchern, berichtet die interaid GmbH, Internetagentur für den Mineralölhandel, in einer Pressemitteilung. Gerade als die Preise begannen, sich zu normalisieren und so mancher auf ein Zwischentief hoffte, überrollte ein fast 10%iger Ölpreisanstieg den heimischen Markt. Der Ölpreis hat am 20. Februar 2008 erneut die Marke von 100 $ je Barrel überstiegen. Diesmal drohe eine nachhaltige Überschreitung, betont interaid. Ein Ende der Preisspirale sei nicht absehbar.

"Rohöl über 100 $", "Heizöl so teuer wie nie" lauteten die Schlagzeilen des gestrigen Tages. Innerhalb von nur zwei Wochen sei der Preis für ein Barrel US-Öl um über 15 % von 86 $ auf 100 $ gestiegen. "Der Rohstoffhype aus dem Jahr 2007 hat wieder Fahrt aufgenommen. Innerhalb nur einer Woche ist der Preis für einen Liter Heizöl von durchschnittlich 66 Cent auf fast 73 Cent gestiegen", heißt es in der Pressemitteilung. Auch Benzin habe sich drastisch verteuert: Der Liter Super koste an deutschen Tankstellen verbreitet über 1,40 €. Tanken und Heizen blieben ein teures Übel. Auch die Erdgaspreise würden erfahrungsgemäß nachziehen und in den nächsten Monaten weiter steigen. Zum Quartalswechsel drohe hier eine böse Überraschung. Unsichere Rahmenbedingungen in vielen Öl-Förderländern; endliche Ressourcen Problematisch ist der Preisanstieg laut interaid GmbH vor allem deshalb, weil Verbraucher kaum Alternativen haben. So sei beispielsweise der umweltpolitisch gefeierte Biodiesel ökologisch gesehen nicht unproblematisch. Für die Beheizung eines Einfamilienhauses sei immerhin ein Rapsfeld mit 10.000 Quadratmetern erforderlich, um genügend Bio-Brennstoff zu erzeugen. Das entspreche der Fläche von fast zwei Fußballfeldern. Ursächlich für den starken Ölpreisanstieg seien nach Meinung von Experten die unsicheren Rahmenbedingungen in vielen Förderländern (Nigeria, Venezuela, Iran) und der nachlassende Pessimismus bezüglich der amerikanischen Konjunktur. Der weltweite Ölverbrauch solle sich zwar in diesem Jahr kaum noch erhöhen, doch dies beseitige nicht das Problem der Endlichkeit der Ressourcen. Und auch für den Fall sinkender Ölnachfrage könnten die Preise hoch bleiben, warnt interaid. Nämlich dann, wenn die OPEC als Reaktion die Förderquoten senke. Preisaufschwung wird zum Selbstläufer "Etwas zynisch betrachtet kommt die derzeitige Situation einem Perpetuum Mobile gleich. Milliarden von vereinnahmten Petrodollars der Erzeugerländer wollen angelegt werden. Zieht man in Betracht, dass ein Teil der Einnahmen der Ölmultis erfolgreich in Ölkontrakte an der New Yorker Nymex reinvestiert wird, so entwickelt sich der Preisaufschwung zum Selbstläufer. Die Situation am Mineralölmarkt könnte also noch ungemütlicher werden", endet die Pressemitteilung.

Quelle: HeizOel24
   
   
18.02.2008 Solarzellen-Hersteller Q-Cells ist Nummer eins der Weltrangliste

Das Photovoltaik-Unternehmen Q-Cells AG war im vergangenen Jahr der weltweit größte Hersteller von Solarzellen, berichtet das Fachmagazin PHOTON International in einer Pressemitteilung. Eine Photovoltaik-Jahresproduktion von 370 Megawatt (MW) sicherte dem Unternehmen aus Thalheim (Sachsen-Anhalt) einen knappen Vorsprung vor den beiden Konkurrenten Sharp Corp. (Japan) und Suntech Power Co. Ltd. (China). Sharp meldete laut PHOTON International eine Jahresproduktion von 363 Megawatt, Suntech nenne "363 bis 365 Megawatt", wobei diese Zahlen noch vorläufig seien; die endgültige Bilanz soll mit dem Unternehmensbericht für das vierte Quartal 2007 am 20. Februar präsentiert werden.

Q-Cells hat seine Produktion laut PHOTON International gegenüber 2006 (253 Megawatt, damals Platz zwei hinter Sharp) um rund 46 Prozent gesteigert. Suntech gelang gegenüber den 160 Megawatt des Vorjahres (Platz vier) mit einer Steigerung von 127 Prozent eine noch weitaus schnellere Expansion.
Kyocera und First Solar auf den Plätzen 4 und 5 "Beide Unternehmen verdanken ihre Spitzenplätze indes auch der Tatsache, dass Sharp im Vergleich zu den 434,7 Megawatt des Jahres 2006 um 16 Prozent nachließ - ein krasser Misserfolg, der vermutlich vor allem auf Fehler bei der Versorgung mit Rohsilizium zurückzuführen ist", heißt es in der Pressemitteilung der internationalen Photovoltaik-Zeitschrift. Die Zahlen ermittelt PHOTON International im Rahmen seiner alljährlichen Erhebung zur weltweiten Produktion der Photovoltaikindustrie. Die Erhebung für 2007 sei noch nicht ganz abgeschlossen, die vollständigen Ergebnisse will PHOTON International im März veröffentlichen. Es zeichne sich aber bereits ab, dass die japanische Kyocera Corp. in diesem Jahr mit 207 Megawatt den vierten Platz belegen wird, während der US-amerikanische Hersteller First Solar Inc. mit 200 Megawatt Platz fünf belegen dürfte. Reine Photovoltaik-Unternehmen liegen vorne; chinesische Produzenten etablieren sich Die Zahlen belegen laut PHOTON International drei bedeutsame Trends in der Solarbranche: Mit Q-Cells und Suntech sind zwei der drei Spitzenplätze von reinen Photovoltaik-Unternehmen belegt. Die Solarsparten von Großkonzernen - neben Sharp und Kyocera sind dies unter anderen Sanyo, Mitsubishi, BP Solar oder Schott - haben zumindest vorerst das Nachsehen. Außerdem belegt die Spitzenposition von Suntech, dass sich chinesische Akteure dauerhaft in der internationalen Solarwirtschaft etablieren. Das Unternehmen mit Sitz in Wuxi wurde erst 2001 gegründet und ist damit noch jünger als die Ende 1999 gegründete Q-Cells AG. Dünnschicht-Photovoltaik gewinnt weiter an Bedeutung; Die Platzierung von First Solar, einem Hersteller von Dünnschicht-Solarzellen auf Basis von Cadmium-Tellurid, ist für PHOTON International wiederum ein Beleg für die wachsende Bedeutung der Dünnschichttechnologie; allerdings komme kein anderer Hersteller in diesem Bereich auch nur annähernd an die Produktionszahlen des US-Unternehmens heran, dass unter anderem in Frankfurt (Oder) eine Fabrik unterhält. Nach wie vor seien kristalline Solarzellen die mit weitem Abstand marktbeherrschende Technologie. PHOTON International erscheint seit zehn Jahren im Solar Verlag (Aachen) und ist die weltweit führende internationale Zeitschrift für Solarstrom. Mit einer Auflage von 25.000 Exemplaren informiert sie monatlich unabhängig unter anderem über internationale Marktdaten, die Solarstrombranche betreffende politische Entwicklungen, technische Neuheiten und Unternehmensnachrichten. Die Zeitschrift wird nur im Abonnement vertrieben. Einzelexemplar können beim Verlag angefordert werden.

Quelle: Photon International
   
   
15.01.2008 Deutsche Solarstromindustrie weiter auf Wachstumskurs - Umsatz stieg 2007 um 23 Prozent auf 5,5 Mrd. Euro

Berlin - 2007 war für die deutsche Photovoltaikbranche ein Jahr der Rekorde. Die Anzahl der vornehmlich auf deutschen Dächern montierten Solarstromanlagen vergrößerte sich nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) um rund 130.000 auf insgesamt 430.000 Anlagen. Mit rund 1.100 MWp zugebauter Solarstromleistung gingen im vergangenen Jahr so viele Solarstromanlagen in Deutschland ans Netz wie nie zuvor, teilte BSW-Solar mit.

Der Umsatz deutscher Photovoltaikhersteller stieg im letzten Jahr um 23 Prozent auf rund 5,5 Mrd. Euro. Deutsche Solarunternehmen haben 2007 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Gesamtbeschäftigtenzahl der Solarbranche stieg damit nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft auf insgesamt 40.000. Auch für 2008 rechnet der Bundesverband mit einem Marktwachstum im zweistelligen Prozentbereich.

In Deutschland sind nach Angaben des BSW-Solar inzwischen Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 3,8 Gigawattpeak installiert. Die produzierte Strommenge von 3.000 Gigawattstunden reicht rechnerisch aus, um ganz Hamburg mit Haushaltstrom zu versorgen. Nach einem Zubau von jeweils 850 MWp in den Vorjahren 2005 und 2006 wurden 2007 rund 1.100 MWp Photovoltaikleistung in Deutschland installiert.

Quelle: iwr
   
   
20.12.2007 Vor zwei Jahren hat Google sich zu Solarenergie bekannt und eine große Photovoltaikanlage auf der Firmenzentrale installieren lassen. Jetzt will der Internetkonzern auch mit der Entwicklung und dem Betrieb von anderen Erneuerbare-Energien-Kraftwerken Geld verdienen.

Ihre Ziele haben die selbst ernannten Weltveränderer in Mountain View äußerst hochgesteckt. Doch die Technologie, mit der sie erreicht werden sollen, gibt es noch gar nicht.

Google will groß in das Geschäft mit erneuerbaren Energien einsteigen. Doch bislang ist nur klar, dass die Erfolgsfirma ehrgeizige Ziele hat. Erstens: Google will Anlagen mit einem Gigawatt Leistung bauen - solarthermische Kraftwerke, Windkraftanlagen und geothermische Kraftwerke. Zweitens: Die Anlagen sollen Strom billiger produzieren als Kohlekraftwerke - zu Kosten von 1 bis 3 US-Cent (0,6 bis 2 Eurocent) pro Kilowattstunde. Drittens: Ihre Errichtung soll eher Jahre denn Jahrzehnte dauern, wie Google-Gründer Larry Page Ende November bekannt gab.

Quelle: Photon
   
   
29.11.2007 Weltklimaschutz braucht neue politische Handlungsansätze

Dr. Hermann Scheer:
"Weltklimaschutz braucht neue politische Handlungsansätze. Weltklimakonferenzen können nicht länger das Maß aller Dinge für den globalen Klimaschutz sein. Wir brauchen eine globale Allianz wirklich aktionsbereiter Staaten." Zu dem Ergebnis der Weltklimakonferenz in Bali erklärt der Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR und Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare Energien (WCRE):

Die Konferenz in Bali hat erneut gezeigt, dass Verhandlungen mit dem Ziel eines alle Länder umfassenden Globalvertrags für Klimaschutz allenfalls auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner eines Minimalkompromisses enden können. So aber kann die organisierte Pyromanie der Verbrennung fossiler Energie nicht beendet werden.

Damit aber bleiben die Resultate stets weit hinter der tatsächlich gegebenen Herausforderung und die Weltzivilisation droht den Wettlauf mit der Zeit zu verlieren. Schnelle und umfassend angelegte Schritte zur Energiewende einzuleiten und dafür zugleich einen Weltkonsens aller Regierungen zu erreichen, kommt einer Quadratur des Kreises gleich. Das ist die Erfahrung, die sich auch in Bali wieder bestätigt hat.

Nötig ist eine internationale Allianz wirklich aktionsbereiter Staaten, eine "coalition of the willing" gegen den laufenden Weltkrieg gegen die Natur, die mit gutem Beispiel vorangeht und damit eine weltweit ausstrahlende technologische Revolution zur Nutzung erneuerbarer Energien auslöst. Einer solchen Dynamik wird sich keiner mehr entziehen können.

Quelle: Solarnews
   
   
21.10.2007 Friedensnobelpreisträger Al Gore zu Gast beim 2. Deutschen Klimakongress der EnBW

Wenige Tage nach seiner Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis wird der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore seinen ersten öffentlichen Auftritt in Deutschland beim 2. Deutschen Klimakongress der EnBW Energie Baden-Württemberg AG haben. Gore wird am 23. Oktober 2007 bei der Abendveranstaltung des Kongresses den Vortrag "Eine unbequeme Wahrheit" halten. Neben Al Gore werden an dem eintägigen EnBW-Klimakongress weitere renommierte internationale Klimaschützer und Wissenschaftler teilnehmen. Ziel des Kongresses ist, ein internationales, interdisziplinäres Forum zu schaffen, das den Austausch zwischen Wissens- und Entscheidungsträgern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ermöglicht. Eröffnungsredner werden Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier und der Baden-Württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger sein. Sie werden die "Konfliktrisiken durch den Klimawandel" und die "Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg" beleuchten.

Quelle: EnBW Energie Baden-Württemberg
   
   
08.10.2007 Solar-Lampen für die Armen der Welt im Zeichen globalen Klimaschutzes

Ist Lesen im Schein von Petroleumlampen im Zeitalter der Raumfahrt ein für allemal Vergangenheit Mitnichten!
Über zwei Milliarden Menschen steht bis heute keine Elektrizität zur Verfügung. Doch Petroleumlampen liefern nur schwaches Licht und setzen gleichzeitig gesundheitsschädliche Rußpartikel frei. Der Verein solarprojekt-freilassing hat sich des Problems angenommen und mithilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) eine umwelt- und gesundheitsschonende Alternative entwickelt: die mobile Solarlampe SOLAR 2000-LED. "Allein in Afrika sind schätzungsweise mehr als 50 Millionen Petroleumlampen in Betrieb. Das ist nicht nur schlecht für die Gesundheit, sondern auch teuer und klimaschädlich. Denn für die Beleuchtung sind je Lampe durchschnittlich drei Liter Petroleum im Monat notwendig. Das führt zu einem jährlichen Ausstoß von 80 Kilogramm Kohlendioxid", sagt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Bei 50 Millionen Petroleumlampen seien das 40 Millionen Tonnen des klimaschädlichen Gases im Jahr, rechnet Brickwedde vor

Quelle: DBU
   
   
19.09.2007 Solar-Aktien im siebten Himmel

Während sich in Deutschland das trübe Herbst-Wetter durchsetzt, scheint für Solar-Aktien weiter die Sonne. In dieser Woche haben Solon, Solarworld & Co eine beeindruckende Rally hingelegt und neue Rekordhochs erreicht. Beginnt jetzt ein neuer Solar-Hype?
Wer geglaubt hatte, dass die deutschen Solar-Aktien ihren Zenit überschritten hätten, hat sich getäuscht. In den letzten Tagen haben nahezu alle im TecDax gelisteten Solarwerte neue Höchststände erklommen.
Die Solar-Rally ausgelöst hatte Q-Cells-Chef Anton Millner. Millner prophezeite ein weltweites Wachstum der Solarbranche um mindestens 40 Prozent - "Jahr für Jahr". Damit zeigte sich Millner deutlich optimistischer als der deutsche Bundesverband der Solarwirtschaft. Dessen Prognosen liegen lediglich bei einem jährlichen Plus von 20 Prozent. ??
Experten sind nicht überrascht über diese Wachstumsprognose.

Quelle: ARD Börse
   
   
07.09.2007

Deutscher Solar-Boom hält an!?

Der Boom der deutschen Solarbranche ist ungebrochen. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft stieg im ersten Halbjahr 2007 die Solarzellenproduktion hierzulande im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel auf 300 Megawatt. Bis 2008 sollen rund 15 neue Solarfabriken in Deutschland entstehen.
Die Sorge um eine radikale Veränderung des EEG hat inzwischen abgenommen. Die Bundesregierung will angeblich die Solarproduktion nicht beschränken und hat auf eine Deckelung der Förderung verzichtet. ??
Neben Deutschland richtet sich die Hoffnung der Solarbranche vor allem auf Südeuropa und die USA. Im Land der unbegrenzten Möglichkeit hat ein Umdenken in Sachen Umweltschutz stattgefunden. Die Förderung von Solarstrom soll massiv ausgebaut werden. Derzeit findet die amerikanische Photovoltaikmesse Solarpower statt. Von dort könnte es neue Impulse geben.

Quelle: solarserver.de

   
   
13.08.2007

Solarstrom: Aufdach-Photovoltaikanlage mit 1,2 MW am Netz

Eine der weltweit größten Photovoltaik-Anlagen auf einem Dach ist in Grosselfingen (Baden-Württemberg) an das Netz gegangen. Die 1,2 Megawatt-Anlage erstreckt sich auf 13.000 Quadratmetern über drei Gewerbehallen und ist mit rund 6.500 Solarmodulen ausgestattet.
255 Haushalte könnten dadurch komplett mit alternativer Energie versorgt werden. Mit dieser Leistung stoße die Anlage in die Top 10 der größten Aufdach-Anlagen weltweit vor. Beeindrucken könne die Anlage auch in punkto Energiebilanz und Umweltfreundlichkeit: Mit der Inbetriebnahme der Anlage werden jährlich 705 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermieden.?

Quelle: solarserver.de

   
   
24.07.2007 Rekord-Wirkungsgrad für organische Solarzellen

Eine sensationelle neue Entwicklung im Bereich der organischen Solarzellen gibt die Hoffnung auf den kommerziellen Einsatz dieser Technologie in der Zukunft.?Forscher der Universität von Kalifornien gelang es die bisher höchste Effizienz von organischen Solarzellen herzustellen. Das Ziel ist es diese Solarzellen innerhalb der nächsten 3 Jahre marktreif zu machen. Verwendet wird hier eine neue "Tandem Struktur" bei der ein spezielles Mehrschichtverfahren verwendet wird, welches eine höhere Zelleneffizienz bei gleichzeitiger kostengünstiger Produktion ermöglicht. Die Basis hierfür stellt ein kostengünstiges Druck- und Beschichtungsverfahren dar, bei dem die photoaktiven Materialien aufgebracht und strukturiert werden. In diesem Forschungsprojekt arbeit u.a. der Chemie Nobel Preisträger Prof. Heeger, der als "Erfinder" dieser "Plastik Solarzellen" gilt.
Gelingt hier ein kommerzieller und breiter Durchbruch dieser Technologie wäre ein großer Betrag zum gewaltigen Energiebedarf unserer Erde gedeckt.

Quelle: Universität von Kalifornien, Santa Barbara (UCSB)
 
 
09.07.2007 EU: Stromverbrauch und CO2-Ausstoß steigen trotz Energiesparen

Trotz intensiver Bemühungen der EU innerhalb ihrer Mitgliedsstaaten den Stromverbrauch und den damit einhergehenden CO2 Ausstoß zu reduzieren stieg der Energieverbrauch im gleichen Ausmaß wie das Bruttoinlandsprodukt und neutralisierte damit alle Einsparmassnahmen. Ein Durchschnittshaushalt verbraucht 4.098 Kilowattstunden im Jahr. Realistische Einsparpotentiale sprechen von einer möglichen Reduktion von 20% bei Nutzung von z.B. Energiesparlampen oder Eliminierung alter Elektrogeräte. Die Nutzung von Solarwärme für die Warmwasserbereitung und den Einsatz einer modernen Photovoltaik Anlage würden dazu beitragen den Stromverbrauch signifikant zu senken. Insbesondere wenn wir die Tatsache berücksichten dass die Solarenergie die effektivste Form der Energiegewinnung darstellt, welche jeden einzelnen Haushalt zur Verfügung steht. In der Kombination mit anderen Energiequellen bietet die Solarenergie DIE Chance zur Reduktion des schädlichen Umweltkillers CO2.

Quelle: EU-Kommission
 
 
25.06.2007 Intersolar 2007 ein großer Erfolg

Mit einem Besucher und Aussteller Plus von über 25% ging die Intersolar 2007 erfolgreich zu Ende. Großteils zufriedene Gesichter auf beiden Seiten zeigten wieder auf, dass der Boom im Bereich Photovoltaik ungebrochen ist. Neben technischen Neuerungen und einer generellen Leistungsschau der Branche, zogen insbesondere die diversen Vorträge und Spezialveranstaltungen die Besucher an. Trotz des mittlerweile enormen Wachstums, welches die Branche in den letzten Jahren erlebt hat, ist ein Ende dieser Entwicklung nicht in Sicht. Die kommenden Zukunftsmärkte wie z.b. Griechenland, Italien, USA etc. benötigen zwar noch einige Zeit um ein dementsprechendes Absatzvolumen zu generieren, aber die Tatsache, dass die großen Unternehmen im Bereich der Photovoltaik in diesen Ländern mit Vertriebs- bzw. Produktionsstätten präsent sind, zeigt das enorme Zukunftspotential der Photovoltaik. Im nächsten Jahr übersiedelt die Intersolar wegen Platzmangel nach München. Der Termin ist vom 12.-14.06.2008.
 
 
09.05.2007 Index zeigt: China und Indien holen auf

Laut einer Studie von Ernst & Young werden in den nächsten Jahren Indien und China jene Länder sein, welche das meiste Potential für erneuerbare Energien aufweisen. Dadurch werden diese Länder als lohnende Zukunftsinvestitionen angesehen.
Der Quartalsweise erscheinende Index, welcher die Attraktivität von Investitionen untersucht, sieht zwar die USA als klare No. 1, allerdings holen Indien und China gewaltig auf.
Als Gründe werden das extrem starke Wirtschaftswachstum und der damit einhergehende "Hunger" nach Energien genannt, andererseits begünstigen Gesetzgebungen im Bereich des Umweltschutzes und steigende Sensibilisierung der Öffentlichkeit diese Entwicklungen.
Die Internationalisierung dieses Themas zeigt die globale Bedeutung, welche dem Klimawandel beigemessen wird.

Quelle:Ernst & Young
 
 
02.05.2007 Photovoltaik - enormes Zukunftspotential

Während der Wind- oder der Wasserenergie allein schon geografische Grenzen gesetzt sind, hat die Photovoltaik das größte Potential und die kürzesten Wege vom Produzenten zum Verbraucher.
Diese kurze "Lieferkette" bringt neben dem Vorteil geringer Umweltbelastung, niedrige bis gar keine Transportkosten. Wirtschaftlich gesehen bedeutet dies, dass durch die Einsparung von Kosten in Infrastruktur und Transportwege gewaltige ökonomische Vorteile entstehen.
Eine Photovoltaik Anlage kann selbst auf das kleinste Dach montiert werden. Es werden keine schädlichen CO2 Gase emittiert und auch der optische Aspekt einer PV Anlage spricht mehr für als gegen diese Investition.
Und zu guter Letzt spricht die Lebensdauer einer guten PV Anlage von zumindest 25 Jahren für diese Zukunftsinvestition.

Quelle: ENDS
 
 
12.04.2007 Spanien erreicht bis 2050 100% Unabhängigkeit durch erneuerbare Energien

Gemäss einer neuen Greenpeace Untersuchung ist Spanien in der Lage seinen gesamten Strombedarf bis zum Jahr 2050 mittels erneuerbarer Energien zu gewährleisten.
Allerdings wird von verschiedenen Stellen dieser Untersuchung kein Glauben geschenkt, trotz der Feststellung, dass Spanien heute bereits eine Vorreiterrolle im Bereich der erneuerbaren Energien inne hat.
Dieser Anteil beläuft sich mittlerweile auf stolze 25%.
Weitere Untersuchungen besagen, dass sich die Kosten bis zu diesem Zeitpunkt auf maximal ein 1/3 jener Kosten belaufen, welche für Atom - bzw. Gasenergie benötigt werden.
Bereits 2010 wird mit Kosten von 12 cent pro kwh (Deutschland 18 cent, Kalifornien 13 cent) gerechnet. Damit wird Solarstrom nicht nur attraktiv, sondern schon günstiger als herkömmlich gewonnener Strom.

Quelle: ENDS

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