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FAQ's: Wie viel Energie kann eine Photovoltaikanlage produzieren? Erfahrungsgemäß erzeugt eine 1-kWp-Photovoltaik-Anlage in Deutschland im Jahr zwischen 800 und 1.050 kWh Strom, abhängig von der Region (Nord-/Süddeutschland), der Ausrichtung, den Wetterbedingungen und der Anlagentechnik. In guten Jahren und an optimalen Standorten sind aber auch mehr als 1.050 kWh zu erreichen. Ist mein Dach für eine Photovoltaikanlage geeignet? Photovoltaikanlagen können überall dort installiert werden, wo eine ausreichende Solarstrahlung gegeben ist. Dementsprechend lassen sich sehr viele Dachflächen nutzen. Eine Anlage arbeitet optimal, wenn sie mit einer Neigung von 30° nach Süden ausgerichtet ist und nicht verschattet wird. Eine Abweichung nach Südwest/Südost oder Neigungen zwischen 25° und 60° verringern den Energieertrag nur geringfügig. Verschattungen durch Bäume, Nachbarhäuser u.ä. sollten allerdings unbedingt vermieden werden. Ist Solarstrom nicht zu teuer? Erneuerbare Energien wie Solarstrom sind meist noch teurer als konventionelle Energien, weil sie bislang nur in vergleichsweise kleinem Umfang genutzt werden. Vor allem aber sind in den Preisen für konventionelle Energien die Kosten für Umwelt- und Klimaschäden nicht enthalten. Da die erneuerbare Energien große Vorteile bezüglich des Klima- und Ressourcenschutzes sowie der Versorgungssicherheit haben, ist es richtig und notwendig, deren Markteinführung durch die EEG-Umlage zu unterstützen. Wie bei jeder aufstrebenden Technik fallen auch bei den Solarzellen die Preise mit der zunehmenden Serienproduktion und technologischen Innovationen. Da ähnliche Programme wie in Deutschland auch in anderen Ländern wie Japan, der USA, Spanien, Niederlanden etc. aufgelegt wurden, kann davon ausgegangen werden, dass die Kosten für Solarstrom in den nächsten Jahren weiter sinken werden. Die Erfahrung lehrt: jedes Mal, wenn sich die Produktionsmenge insgesamt verdoppelte, fielen die Preise für Solarmodule auf dem Weltmarkt um 20 %. Stimmt es, dass Solarstrom eine negative Energiebilanz hat? Eines der hartnäckigsten Vorurteile gegen die Photovoltaik lautet, der Aufwand für die Herstellung einer Solarstromanlage sei größer als der Ertrag, den sie je liefern könne. Verschiedene Ökobilanzen belegen das Gegenteil: Eine Solaranlage hat je nach der Qualität der Siliziumzellen in ca. 1,5 bis max. 6 Jahren (Quelle: Techn. Universität Berlin) die Energiemenge erzeugt, die zu ihrer Herstellung benötigt wurde. Bei der von den Herstellern garantierten Mindestlebensdauer der Solarzellen von 20 bis 25 Jahren bedeutet dies eine eindeutig positive Energiebilanz. Ist es richtig, dass Erneuerbare Energien wie Solarstrom die Grundlast des deutschen Strombedarfs nicht decken können? Das ist nicht richtig. Denn dieser Vergleich zwischen einzelnen Energieträgern führt in die Irre. Entscheidend ist der Mix aus verschiedenen erneuerbaren Quellen: Er kann den konventionellen Kraftwerkspark langfristig sehr wohl ersetzen. Photovoltaikanlagen ergänzen sich sowohl im Tagesverlauf als auch jahreszeitlich mit Windkraftanlagen, die auch nachts betrieben werden können und im Winter ihr Leistungsmaximum erreichen, während Solaranlagen typischerweise um die Mittagszeit und im Sommer ihre Höchstleistung bringen. Damit könnte übrigens das konventionelle Stromnetz gerade zu Zeiten extremer Beanspruchung effektiv entlastet werden. Um die restlichen Lücken im Stromangebot zu füllen, ist eine Reservekapazität notwendig. Dafür kommen zum Beispiel Biomasse-Kraftwerke oder Pumpspeicheranlagen in Frage. Mit Hilfe von Wetterprognosen und moderner Kommunikationstechnik lässt sich ein Netz aus vielen dezentralen kleinen Stromerzeugern so steuern, dass es wie ein "virtuelles Kraftwerk" arbeitet. |
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